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Plagiatsvorwürfe gegen Guns N' Roses – Jackson-Erben einigen sich mit Paul Anka (13.10.2009)
Von zwei weiteren mutmaßlichen Plagiaten ist derzeit auf einschlägigen Internetangeboten zu lesen.
 

 
Da ist zum einen der in London lebende deutsche Musiker und Produzent Ulrich Schnauss. Dessen britisches Label Independiente und der US-Ableger von Domino Records verklagen die amerikanische Hard-Rock-Band Guns N' Roses, weil diese in ihrem Titel "Riad N' The Bedouins" vom Album "Chinese Democracy" (2008) Passagen aus den Schnauss-Songs "Wherever You Are" (2001) und "A Strangely Isolated Place" (2003) verwendet haben soll. Der Streitwert beträgt eine Million US-Dollar.
 
Laut Irving Azoff, Manager von Guns N' Roses, wurden die fraglichen Schnipsel von einem der Produzenten des Albums "Chinese Democracy" eingebracht. Dieser hatte versichert, die betreffenden Ausschnitte rechtmäßig erworben zu haben. Dies wird von Klägerseite allerdings bestritten.
 

 
Der zweite Fall betrifft das neue, erst vor Kurzem weltweit veröffentlichte Michael-Jackson-Stück "This Is It". Ursprünglich hatten Paul Anka und Michael Jackson 1983 an einem gemeinsamen Lied namens "I Never Heard" gearbeitet und bereits eine Demo-Version des Stückes aufgenommen. Michael Jackson entwendete diese Aufnahmen und brach die Zusammenarbeit ab. Anka gelang es danach mit Hilfe von Anwälten, die Demobänder zurückzubekommen. Er ist sich aber sicher, dass Jackson Kopien angefertigt und "I Never Heard" in "This Is It" umbenannt hat. "I Never Heard" verkaufte Anka an die R&B-Künstlerin Sa-Fire, die den Song 1991 veröffentlichte und sowohl Anka als auch Jackson als Verfasser nannte.
 
In besagter Demo-Version hört man Michael Jackson zu einer Klavierbegleitung singen. Produzent John McClain fügte Streicher und Hintergrundgesang von Jacksons Brüdern hinzu.
 
Direkt nach der Premiere des Resultats sagte Anka in einem Interview, dass man ihn nicht um Erlaubnis zur Veröffentlichung gefragt und ihn nicht als einen der Urheber genannt habe. Noch am gleichen Tag wurden ihm jedoch von Seiten McClains alle erforderlichen Namensnennungen und Tantiemen zugesichert. Er bekommt nun 50% aller Einnahmen – und bezeichnet "This Is It" als "sehr gelungen".
 

 
Im Michael-Jackson-Fall zum Vergleich:


 

 
Quellen:
http://www.laut.de/vorlaut/news/2009/10/06/23263/index.htm
http://www.cdinsight.com/news.php?readmore=2581
 
http://www.tutsi.de/michael-jackson-this-is-it-ein-plagiat-oder-rip-off-von-paul-anka-und-safire/2009/10/13/tutsi-blog-aktuell/
http://www.nytimes.com/2009/10/13/arts/music/13anka.html?_r=1&hp
http://www.laut.de/vorlaut/news/2009/10/13/23323/index.htm
 
Martin Busley  
 

 

 
 
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