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Folksänger Pete Seeger verstorben (30.01.2014)
Am 27.01.2014 verstarb der berühmte Friedens- und Gewerkschaftsaktivist, Folksänger und Songschreiber Pete Seeger im 94. Lebensjahr in einem New Yorker Krankenhaus.
 
Er wurde 1919 in New York geboren, früh interessierte er sich schon für Folksongs und komponierte auch eigene Lieder, in denen er sich mit Minderheiten, den ärmeren Schichten in anderen Ländern und der Arbeiterbewegung solidarisierte.
 
1941 gründete er mit Woody Guthrie und anderen Musikern „The Almanac Singers“ und 1949 die Gruppe „The Weavers“. 1955 verweigerte er dem „Komitee für unamerikanische Umtriebe“ (eine Kommission, die Kommunisten – bevorzugt im Künstlerkreis – suchte) die Auskunft und wurde zu 10 Jahren Haft verurteilt, wovon er ein Jahr im Gefängnis saß, und wurde auch in weiterer Folge für fast die nächsten 2 Jahrzehnten von den amerikanischen Medien boykottiert.
 
1972 erschien sein Buch „The Incompleat Folksinger“, welches als Standardwerk über die amerikanische Folkmusik angesehen wird, und auch in den nächsten Jahren veröffentlichte er weitere Bücher.
 
In den 60er Jahren – der Renaissancezeit der Folkmusik – konnte er mit seinen Songs für die Gleichberechtigung der Schwarzen und Emanzipation der Arbeitenden viele Jugendliche ansprechen. Neben seiner Musik (er veröffentlichte über 100 Alben), war er politisch aktiv – unterstützte die Anti-Vietnam-Bewegung, gründete die Umweltorganisation Clearwater und nahm auch massiv gegen Ronald Reagan und George W. Bush wegen ihrer Kriege Stellung.
 
Seine bekanntesten Songs waren „Where have all the flowers gone“, „Turn! Turn! Turn“, „If I had a hammer“ oder „Kisses sweeter than wine“. Auf den Grammy Lifetime Achievement Award (1993) folgte 1996 seine Aufnahme in die Hall of Fame und er erhielt auch zahlreiche Friedenspreise.
 
Nachdem im Vorjahr nach 70jähriger Ehe seine Frau verstarb, folgte er ihr nur kurze Zeit später nach …
 
Herbert Zach  
 

 

 
 
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